Machmal/EA80 – Zweihundertzwei

Das Gefuehl ist schwer und Lieder sind traurig.
Ruinen aus Sehnsucht und Erinnerung.
Das Leben reduziert auf wenige Worte,
und ich wiederhole sie immerfort, immerfort.
Ich habe dieses Lied schon einmal geschrieben,
all die Worte schon oft gebraucht.
Die Sicherheit der vertrauten Umgebung,
oder einfach nur Einfaeltigkeit
Gedanken springen, doch der Schmerz bleibt,
manchmal bin ich gluecklich, traurig zu sein.
Das Gefuehl ist leer und Lieder sind schaurig.
Eine Ruine aus Knochen und Fleisch.
Das Leben reduziert auf wenige Gefuehle,
und ich jage ihnen nach immerfort, immerfort.
Gedanken springen doch der Schmerz bleibt,
manchmal bin ich gluecklich, traurig zu sein.
Gedanken springen doch der Schmerz bleibt,
manchmal bin ich gluecklich und traurig zugleich.

Der Tradition treu geblieben, dem neuen aufgeschlossen (Aufdruck auf Gizehblaettchen)


Hoer gerade Musik aus den 70ern (alte Sachen von Clanned) auf nem Vinylplayer aus den 80ern, dazu nen Comic aus den 60ern (erste Vampirellasachen), neben mir nen Laptop aus den 2010ern, die Vinylnadel is aus den 2000ern, das OS auf dem Laptop wie auf dem Handy von diesem Jahr, das Handy selbst aus dem letzten. Der Verstaerker muesste aus den 90ern sein. Sieben Dekaden friedlich vereint am Traeumen… :-) 

Der Tag an dem ich (beinah) (leiblicher) Vater geworden waere

Gestern, irgendwo auf der Arbeit:

Ich und ein Kollege arbeiteten in einem Gang, ich sag was zu ihm mit dem Satzteil: “Diese Jugend von heute”, woraufhin er grimsend entgegnet: “Ich und jugendlich.”
“Wie alt biste denn?”
“32.”
“Wie alt schaetzte mich?”
“52.”
“Jep, werd ich nexten Februar, also koennte ich Dein Vater sein.” (Tiefe Stimme): “Ich bin Dein Vater!”
“Na ja, wenn Du frueher in OHZ unterwegs warst, meine Mutter war auch punkig.”

Erstes schlucken meinerseits: “Ja…, Stagges und so, wie heisst Deine Mutter denn mit Vornamen?”
Er nennt mir den Vornamen, seinen Nachnamen kannte ich.

Zweites Schlucken, kompletten Namen der Frau genannt und dazu ein Kaff aus dem Landkreis OHZ: “Kommt sie daher?”

Sein erstes Schlucken: “Ja.”
“Und wieso traegst Du ihren Nachnamen, hat Dein Vater bei der Hochzeit ihren angenommen?”
Nein, die haben nie geheiratet und sich kurz darauf getrennt, sie war erst 16 bei meiner Geburt.”

Mein drittes Schlucken: “Ich hatte Sex mit ihr, als sie 15 war, hier, dieses inzwischen uebertaetowierte Tattoo hat sie mir damals gemacht.”

Endergebnis: Ja, sie ist es von damals, nein, er ist nicht mein Sohn, sie hat nicht den nexten Kerl wegen Alimente angelogen (er hatte auch nix) und der Kollege sagt, er sieht aus wie sein Vater, das waere unverkennbar.