Archiv der Kategorie: Scheisse

Politik der Alten

Es ist stumpf ein Generationsproblem:

Die Alten machen Gesetze, die die Jungen betreffen.
Die Alten wollen Ihre Pfruende sichern, die Jungen wollen leben.
Bestes Beispiel ist der „Uploadfilter“, dieses Gesetz wird (vermutlich vom EU-Parlament) bewilligt und „sichert“ den alten Medien ihr Geld, oder auch nicht. Es wird von Leuten beschlossen, die oftmals aelter sind als ich, und betroffen sind vor allem die Ue-30.
Ich erinner mich noch an Zeiten, in denen das Internet noch frei war, aber nicht ohne Regeln, die Idioten haben wir eigenstaendig rausgekickt, und dann oeffnete sich AOL ins Internet…, der Rest ist Geschichte (Scheisse).
Ihr lieben jungen Leute, geht in die Politik, geht in die Parteien (gilt natuerlich nicht fuer Nazis, Ihr geht am Besten in die Hoelle).

Was bisher geschah…

Bruder: Bauspeicheldruesenkrebs, nicht mal mehr aufgeschnitten, Chemo zur Verzoegerung wg. Erfolglosigkeit abgebrochen, das Ende bestimmte er nicht selbst. Zwei Toechter, zwei Enkel.
Im Dezember seinen letzten Geb., 57 Jahre. Seine Oma ueberlebt ihn.
Mein BestBro musste ueber ne Woche mit Verdacht auf Krebs leben, zum Glueck is da nix.
Meine jeweils liebsten Exkollegen aus meiner Erzieherzeit und bei GoBang tot, beide keine 60, einer hatte nen Herzinfarkt oder so was, einer lief schon wg. frueherem Massivrauchens jahrelang mit nem Beatmungsgeraet durch die Gegend, hat ne Lungenentzuendung nicht ueberlebt. Zwei Teeniekinder, das Aelteste gerade 14 oder 15.
Von meiner Ex aus Norwegen (zu der ich auch nach 20 Jahren noch regelmaessigen Kontakt inkl. gegenseitigen Besuchen habe), hab ich erfahren, dass sie ne Krankheit hat, die sie nicht alt werden laesst. Vier Jahre juenger als ich, achtjaehrigen Sohn.
Ich hab die Fresse dick, in zwei bis drei Jahren wander ich aus (definitiv Sozialflucht). Hab ne
Zahnzusatzversicherung abgeschlossen, lass mir vorher noch alles neu machen (zahlen in zwei Jahren 90 Prozent). Verkaufe schon alles, das ich nicht mitnehmen will, bin schon ne Menge los, Buecher, Vinyl, Comix. Von den Einnahmen zahl ich Schulden und Sprachkurse (lerne Spanisch als vierte Sprache), bzw. Buecher und Kurse um mein Englisch alltagstauglich zu machen und mein Franzoesich aufzufrischen. Ich kann drei Berufe, und wenn ich nix besseres finde geh ich als Paedagoge nach Spanien in eine deutschsprachige Kita/Schule, die Spanier muessen mich nehmen, krieg und hol mir den Spanischen Pass zurueck. Bevorzugen wuerd ich aber Island (sehr schwer) oder Republik Irland,
da muss ich aber abwarten, was mit denen und Nordirland nach dem Brexit laeuft.
Kauf mir nen Kleintransporter mit ein paar Wochen TUV und schmeiss rein, was ich mitnehmen will.
Logischerweise hab ich irgendwann kein Roaming mehr, hab dann also ne andere Telefonnummer, wenn ich dann noch meine Mailadresse aender sind alle Bruecken abgebaut. Das mit der Mailadresse steht aber noch nicht fest. Auf jeden Fall bekomm ich dann nicht mehr viel von hier mit und wo auch immer ich dann bin werd ich das bei Oberflaechlichkeiten lassen, das kann ich gut.
Ueber immer weniger Datenschutz und die AfD brauchen wir wohl nich reden. Wobei die AfD mir selbst wenig Angst macht, aber die oberdumpfen Stammtischnazihirnies die sie waehlen, sind immer noch oberdumpfe Stammtischnazihirnies wenn die AfD weniger Erfolg hat. Und die Ultrarechte wird immer mutiger und agiert offen.

Is nicht mehr meine Republik.

— 
„““““
„`¡´ iguel



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Symmetrie ist Schoehnheit fuer Idioten / Fehlfarben

Der 3239ste Blogbeitrag, Gastbeitrag eines Toten von Helmut (Ebu) Estevez Milan

Ausser das zwischen uns sieben Jahre Alterunterschied liegen, die sich in den verschiedenen Entwicklungen niederschlugen, trennten uns auch die unterschiedlichen Gene unserer Erzeuger. Familiengefühl und Zusammenhalt, so wie soziales Verhalten und Gerechtigkeitssinn wurden durch unsere Mutter geprägt.
Du, mein Bruder, bist extrovertiert, immer tiefgründiger und interessierter gewesen, ich doch recht introvertiert und pragmatisch. All unsere „kleinen Konflikte“ will ich aber hier nicht aufzählen.
Ich fand es toll und danke dir heute noch dafür, daß du für unsere Mutter Zeit und die Kraft hattest, sie auf ihrem Sterbeweg zu begleiten.
Ich hatte immer definierte Ziele für meine Lebensabschnitte. Viele habe ich erreicht, einige sind leider fehlgeschlagen und wenige davon konnte ich wieder korrgieren. Aber der Mensch ist nicht ohne Fehler.
Für meine Familie:
Dir Tamara wünsche ich noch viele glückliche Jahre ( >80?!!! ). Behalte mich nicht nur negativ in Erinnerung;-)
Meinen Töchtern und Enkeln wünsche ich ein langes gesundes, glückliches Leben und daß alle ihre Träume und Wünsche in Erfüllung gehen
Und dir mein Bruder, daß du deine mittelfristigen Ziele auch umsetzt

Ich fühle, es wird langsam Zeit für mich zu gehen. Ich werde aber nicht untätig auf das Ende warten. Je nach meinem Zustand werde ich selbstbestimmt das Ende setzen.

Ein Vorruf, ein Vorruf?

Mein Bruder (biologisch mein Halbbruder, psychologisch mein Bruder) hat Krebs. Auch wenn wir definitiv unterschiedlich Entwicklungen haben (er Anzugtraeger, ich halt Punk), hatten wir immer Kontakt. Er ist vor 68 geboren, ich danach, unsere Mutter war Erzieherin, ich bin GANZ ANDERS erzogen worden) Er war IMMER fuer mich da, wenn ich seine Hilfe brauchte. Wir haben viele Heilgabende mit Bourbon und Bier und 80er Filmen verbracht.
Die Aerzte sagen, sie schneiden ihn nicht mehr auf, ist zu fortgeschritten. Wenn die Chemotherapie anschleagt (verzoegernd) hat er noch 2-3 Jahre, wenn nicht ein halbes Jahr (Stand vor einem Monat).
Er hat immer seine Familie geliebt, seine Kinder waren heilig. Seine Ex-Frau dated er jetzt wieder, egal welchen Scheiss ich machte, nen Hunnie hat er mir ueberwiesen, Muttern? Ihren Abgang zu begleiten haette ich ohne ihn nicht ueberlebt.
Eigener Kinderwunsch? Ich „musste“ jahrelang seine Toechter sitten und war also „befriedigt“. Er wird fehlen, und leider koennen wir anfangen die Tage zu zaehlen. Auch wenn ich mich wiederhole:
Das Leben ist scheisse und ich hasse Euch alle!
Er wird eine Luecke hinterlassen, die keine/r von Euch schliessen kann.
Vor Kurzem sagte ich ihm: „Du warst immer nen feiner Kerl.“

In diesem Sinne, Ebu: „Ich find das voll scheisse, dass Du gehst!“